Land der Hildegard - Hildegard von Bingen

Historisches Museum am Strom Hildegard von Bingen

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Neue Hildegard-Statue

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Wie eine Feder im Windhauch Gottes

Neue Hildegard-Statue ist ein Blickfang in der Binger Vorstadt

Ein kleines Straßenfest bei strahlendem Sonnenschein bildete den Rahmen für die Einweihung der Skulptur der heiligen Hildegard auf dem Kreisel Vorstadtstraße/Hospitalstraße in der Binger Innenstadt. Mehr als 100 Gäste erlebten mit, wie die Gruppe „Ranunculus“ mit Dudelsack und Flöte zur Eröffnung mittelalterliche Weisen aufspielte. Vom Verkehr einer der Hauptverkehrsachsen Bingens umtost, gibt die vier Meter hohe Edelstahlstele nun ein deutliches Zeichen, dass man sich in der Stadt befindet, die Hauptwirkungsort der heiligen Hildegard war.

Das große Interesse an der beeindruckenden Klosterfrau aus dem Mittelalter besteht seit ihren Lebzeiten vor nahezu 1000 Jahren und ist bis heute ungebrochen, so Oberbürgermeister Thomas Feser in seiner Ansprache. Die Stadt Bingen wolle Orientierung im „Hildegard-Informations¬dschungel“ bieten und Begegnungen mit der historischen Hildegard ermöglichen. Als Leitlinie der städtischen Aktivitäten diene ein „Zehn-Punkte-Programm“, von dem viele Ziele bereits erreicht sind. Feser verwies auf die neue große und moderne Hildegard-Ausstellung im Historischen Museum am Strom, die Installation eines Hildegard-Info-Punktes in der Innenstadt und die kürzlich begonnene Bauforschung im Keller des ehemaligen Klosters Rupertsberg.

„Vor diesem Hintergrund“, so der Oberbürgermeister, „stieß die Idee des Binger Künstlers Lothar Pickert bei mir auf offene Ohren, eine starke Präsens Hildegards im öffentlichen Raum zu zeigen.“ Lothar Pickert hat

seine Gedanken in eine Form gebracht und die Langenlonsheimer Metallbaufirma Graffe seinen Entwurf umgesetzt. Dabei orientierte Pickert sich an Worten Hildegards „Wie eine Feder im Windhauch Gottes“ und es entstand eine zweischalige sakrale Skulptur, die abstrahierte Federn symbolisieren soll.

„Sehr viele haben dazu beigetragen, dass die Skulptur realisiert werden konnte“, erläuterte Feser. Denn anstelle eines Geschenks zu seinem 50. Geburtstag hatte der Oberbürgermeister um Spenden für die Stele gebeten. Fast 25.000 Euro kamen so durch viele größere und kleinere Beträge zusammen. Nicht nur Geburtstagsgäste, auch viele Bürgerinnen und Bürger hätten sich zu seiner Freude beteiligt, so Feser. Auch der Zweckverband „Welterbe Oberes

Mittelrheintal“ unterstützte das Vorhaben mit einem Zuschuss. Darum galt sein Dank allen Spendern aber auch den Firmen, die bei den Vorbereitungen, etwa der Statik, der Fundamentierung oder Beleuchtung tätig waren und dies ohne Berechnung vornahmen. Ein tolles Gemeinschaftsprojekt und ein dauerhaftes Zeichen, so Feser abschließend.

Impressionen von der Einweihungsfeier zeigt ein Video: https://www.youtube.com/watch?v=M0GN2ymkjIo

Text: Stadt Bingen Foto: Friedel Roos. V.l.n.r.: Musik-gruppe Ranunculus, Binger Weinmajestäten, Oberbürgermeister Thomas Feser mit Annette Dohle, Paul und Markus Graffe, Lothar Pickert.