Land der Hildegard - Hildegard von Bingen

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Bericht Entwicklung Info-Punkt

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Ehrenamtliche Helfer informieren mehr als 1200 Hildegard-Interessierte aus aller Welt

Die zweite Saison brachte dem Informationsbüro Hildegard von Bin-gen die erhoffte positive Entwicklung. Fanden sich im Jahr der Heiligsprechung und Erhebung Hildegards zur Kirchenlehrerin nur wenige Besucher in den Räumen in der Schmittstraße (Ecke Hasengasse) ein, nahmen im Jahr 2013 mehr als 1200 Personen die Gelegenheit wahr, sich hier bei den ehrenamtlichen „Hildegard-Lotsen“, die von einer 400 Euro-Kraft unterstützt wurden, über die Benediktinerin und ihre Wirkungsstätten in Bingen und Umgebung zu informieren.

Das Potenzial ist riesig, die prozentuale Steigerung der Besucherzahlen exorbitant. Im „Probe“-Jahr 2012 fanden – allerdings bei anderen Öffnungszeiten – gerade einmal 250 Menschen den Info-Punkt, der als Außenstelle der Tourist-Information mit dem Schwerpunkt „Hildegard von Bingen“ dient und im Wesentlichen von Menschen aufrecht erhalten wird, die sich der Stadt und dem Leben Hildegards verbunden fühlen. Deren 550 Stunden ehrenamtliche Arbeit in knapp sieben Monaten sprechen für sich. Vom 4. April bis zum Mantelsonntag am 27. Oktober war der Infopunkt im Jahr 2013 besetzt, zunächst donnerstags bis samstags, ab dem 1. Juli von dienstags bis samstags. An Sonntagen wurde der Punkt im ersten Jahr nur spärlich frequentiert, entsprechend blieb er hier in der zweiten Saison geschlossen.

Genaue statistische Werte über die Besucher mit absoluten Zahlen liegen nicht vor. Im von den ehrenamtlichen Helfern geführten Übergabebuch wurden aber im Laufe der Monate verstärkt Informationen niedergeschrieben und immer weiter konkretisiert, die helfen können, die Herkunft der Menschen, die nach Bingen kommen, um auf den Spuren der Heiligen zu wandeln, zu skizzieren. Was diejenigen einte, die den Info-punkt besuchten, war ihr riesengroßes Interesse an Hildegard und dem historischen Hintergrund, den Wirkungsstätten der Nonne. Das Gros derer, die sich mit der Heiligen beschäftigen wollten, kam aus der unmittelbaren Umgebung, vom Mittelrhein, aus Rheinhessen oder dem Rhein-Main-Gebiet bis hin zum Einzugsbereich um Frankfurt.

In den Gesprächen, die die Helfer mit den Besuchern führten, stellte sich nach Angaben von Hans-Jürgen Knickelmann heraus, dass diese teilweise von weit her kamen. So finden sich im Übergabebuch als Heimatorte auch Trier, Limburg, Speyer, Nürnberg, Würzburg, Augsburg, Stuttgart, Städte in Nordrhein-Westfalen, dem Saarland oder Niedersachsen. Aus Gotha, Leipzig, Berlin oder Rostock fanden Hildegard-Anhänger den Weg an den Mittelrhein. Zu Gast waren ein Hildegard-Club aus Iserlohn und eine Hildegard-Gesellschaft aus Wien. Sogar außerhalb der Öffnungszeiten informierten die Helfer bei Voranmeldungen gerne über die große Tochter der Stadt.

Informationen wurden vielfach auch in englischer oder französischer Sprache gegeben. Immer mehr zeigte sich, dies bestätigten auch Mitarbeiter des Museums am Strom, dass ausländische Besucher gezielt den Weg zu Hildegard suchen. Das Publikum wird international. Sechzehn verschiedene Nationen wurden im Infopunkt registriert: Am häufigsten kamen Menschen aus den Niederlanden, Dänemark und Frankreich, aber auch aus Norwegen, Japan und Australien reisten Hildegard-Interessenten an.

Im Übergabebuch wurde vieles festgehalten, nicht nur die Herkunft der Gäste. Auch deren Anliegen, die wichtigsten Fragen und Probleme notierten die Ehrenamtlichen. Außerdem das, was den Gästen an Bingen gefiel und was sie aus der Stadt und über Hildegard mitnahmen. „Die Besucher waren sehr zufrieden. Viele von ihnen kamen wieder und bedank-ten sich“, blickt Gudrun Knickelmann zurück. Der Dank und die durchweg positive Resonanz der Gäste sei Lob und Motivation für die kommende Saison.

Was im Infopunkt von Beginn an zählte, waren und sind die Menschen, die mit viel Freude ihren Dienst taten. Die mit Herz und viel Wissen über die Heilige berichteten, Lust auf den Hildegard-Weg machten und ab dem Spätsommer auf die Kindertour mit Conrad, Hildegards imaginärem Begleiter; aber auch Tipps zu aktuellen Veranstaltungen gaben. Gelebter Service wurde und wird im Hildegard-Informationsbüro groß geschrieben.

Haben auch Sie Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit? Informationen erhalten Sie beim Leiter der Tourist-Information Bingen, Herrn Dieter Glaab, Tel. 06721 / 184-203, E-Mail dieter.glaab@bingen.de

Text: Jochen Werner
Foto: Stadt Bingen