Land der Hildegard - Hildegard von Bingen

Historisches Museum am Strom Hildegard von Bingen

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Museum am Strom als Klassenzimmer

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Museum am Strom als Klassenzimmer

Hildegardis-Schülerinnen unterrichten ihre Schulkameradinnen

Die Binger Hildegardisschule feiert dieses Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Ein Anlass mehr für ihre Schülerinnen sich mit der Namenspatronin ihrer Schule intensiv zu befassen. Das muss nicht nur im Klassenzimmer geschehen. Das Museum am Strom bietet mit seiner neuen Dauerausstellung eine herausragende Informationsquelle zu Leben und Wirken der hl. Hildegard. Dorthin verlegt Ursula Heil, Stufenleiterin an der Hildegardisschule, vorübergehend den Unterricht. Das Besondere dieses Projektes ist nicht nur, dass die Museumsräume das Klassenzimmer ergänzen, sondern dass die Unterrichtung durch Schülerinnen erfolgt. In intensiver Vorarbeit mit den Museumspädagoginnen Kerstin Kersandt und Sabine Markowski wurden 42 Schülerinnen der Klassen 5-10 zu Expertinnen ausgebildet, die jetzt regelmäßig ihre Mitschülerinnen von Mai bis Dezember fachkundig durch die neue Ausstellung des Museums führen werden. Ende Mai erfolgte der erste Probelauf im Beisein der Schulleiterin Birgid Lier-Kories. Mit Bezug auf das Leben und Wirken von Hildegard von Bingen und das Mittelalter geben die jungen Expertinnen Einblick in die Themen: Kindheit – Schreiben – Klosterleben – Gesundheit – Geheimschrift. Der Leitgedanke der neu konzipierten Dauerausstellung, dass „Geschichte kein Abbild, sondern Rekonstruktion und Deutung der Vergangenheit ist“, wird für Expertinnen wie Museumsbesucherinnen angesichts sehr praktischer Aspekte deutlich. So legen Schülerinnen ein Herbarium à la Hildegard an oder stellen selbst Tinte her. Auf diese Weise gelingt es mühelos, Geschichte erlebbar zu machen. Gleichzeitig werden die Mädchen darin bestärkt, sich neugierig, mit großer Begeisterung auf die Spuren der berühmten Namenspatronin ihrer Schule zu begeben. „Die Ausstellung ist der heiligen Hildegard von Bingen gewidmet und damit haben unsere Schülerinnen hier einen klaren Bezug“, erklärt die Pädagogin Ursula Heil. Dass das Konzept bei den Schülerinnen ankommt, belegen ihre Einträge im Erinnerungsbuch: „Die Schülerinnen, die uns alles erklärt haben, haben sich ganz toll Mühe gegeben und spannende Dinge erzählt“, lautet einer, und das Fazit war: „Hier komme ich gerne wieder her“. Text: Hildegardisschule Bingen Foto: Stadt Bingen