Land der Hildegard - Hildegard von Bingen

Klosterruine Disibodenberg

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Schlossböckelheim

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Die kleine Gemeinde Schlossböckelheim im Kreis Bad Kreuznach wird wie der Nachbarort Waldböckelheim auf eine urkundliche Nennung als uilla Beccchilenheim von 824 zurückgeführt. Etwas oberhalb des Ortes liegt die Ruine der Burg Böckelheim, die 1105 in den Mittelpunkt des Reichsgeschehens rückte, als Heinrich V. seinen Vater, den Salierkaiser Heinrich IV., durch eine List gefangensetzen ließ, auf der Burg festhielt und schließlich zur Abdankung zwang. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688–1697) wurde sie von französischen Truppen zerstört. Die Wehranlage, von der nur noch wenige Überreste zu sehen sind, zählt zu den ältesten des Nahelandes. Wanderern und Spaziergängern bietet der 2008 errichtete Heimbergturm auf dem gleichnamigen Berg einen Rundblick über das Nahetal und die Hunsrückhöhen. Aufgrund von Aufzeichnungen des Sponheimer Abts Johannes Trithemius (1462-1516) galt Böckelheim bis ins 20. Jahrhundert hinein als Geburtsort Hildegards von Bingen. In romantischen Legenden, die auch den Hildegard-Biografen Johannes May im Jahre 1905 nicht unbeeindruckt ließen, wurde sogar ein Zusammentreffen des alten Kaisers und der jungen Hildegard auf der Burg beschrieben und fantasievoll ausgeschmückt. Neuere Untersuchungen ließen Böckelheim als möglichen Herkunftsort Hildegards aber hinter Bermersheim und Niederhosenbach deutlich zurücktreten.