Land der Hildegard - Hildegard von Bingen

Pfarrkirche Eibingen

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Dominus ipse faciet - Der Herr wird es fügen

Äbtissin Clementia Killewald OSB am 2. Juli verstorben

Dominus ipse faciet. Der Herr wird es fügen. Psalm 36,5

Am 2. Juli, dem Fest Mariä Heimsuchung, 2016 legte unsere Äbtissin em. Clementia Elisabeth Killewald OSB, geb. am 25. April 1954, Profess am 25. April 1979, Äbtissinnenweihe am 3. Oktober 2000, nach schwerer Krankheit ihr Leben vertrauensvoll zurück in die Hände ihres Schöpfers.

Mutter Clementia hat unserer Gemeinschaft in Hingabe gedient. Nie hatte sie sich vorstellen können, einmal Äbtissin von Rupertsberg und Eibingen und damit Nachfolgerin der heiligen Hildegard zu werden. So ließ sie sich allein im Vertrauen auf die gütige Führung des Herrn auf seinen Ruf ein und lebte in den 16 Jahren ihrer Amtszeit konsequent gemäß ihrem Wahlspruch: „Der Herr wird es fügen“.

Mutter Clementias Wirken war geprägt durch ein hohes Maß an Vertrauen, Offenheit und schwesterlichem Wohlwollen jedem und jeder einzelnen gegenüber. In schlichter Selbstverständlichkeit trug sie die Belastungen des äbtlichen Dienstes mit starkem Glaubensmut und froher Gelassenheit. Ihre schwere Erkrankung bewog sie am 27. Mai 2016 dazu, ihr Amt niederzulegen. Dass Mutter Clementia am 2. Juli, dem Gründungstag unseres Klosters (2. Juli 1900), dem Tag der Vertreibung des Konventes durch die Gestapo (2. Juli 1941) und dem Tag der Heimkehr aus dem Exil (2. Juli 1945) zu Gott heimging, empfinden wir als besondere Gnade und Fügung Gottes.

Zusammen mit ihrer großen Familie und mit zahlreichen Menschen, denen Mutter Clementia ebenso viel bedeutet hat wie uns, danken wir dem Herrn, der sie uns geschenkt hat. Wir bitten um Ihr Gebet für unsere verstorbene Äbtissin.

Priorin und Konvent der Abtei St. Hildegard, Rüdesheim-Eibingen
Foto: Bei der Erhebung Hildegards zur Kirchenlehrerin, Rom 2012