Land der Hildegard - Hildegard von Bingen

Rochuskapelle

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Kirchheimbolanden

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Schon 774 wird Kirchheim als ältestes Pfarrdorf der Umgebung in den historischen Quellen erwähnt. Die im 12. Jahrhundert entstandene Peterskirche ist vermutlich am Ort dieser früheren Pfarrkirche errichtet worden. Durch das Adelsgeschlecht der Herren von Bolanden, die im Hochmittelalter die Ortsherrschaft innehatten, entsteht im Laufe der Zeit der Name Kirchheimbolanden.

Hildegard von Bingen unterhielt enge Beziehungen zu Werner II. von Bolanden, der offenkundig zu den wichtigsten Förderin des Klosters am Rupertsberg zählte und für dessen Sohn Hildegards Sekretär Wibert von Gembloux die Patenschaft übernahm. Der Name Werners II. von Bolanden ist noch heute in der zeitgenössischen Stiftungsinschrift am erhaltenen Refektoriums des bolandischen Klosters Rothenkirchen erkennbar. Wie eng die Beziehungen Hildegards nach Kirchheim-Bolanden waren, erhellt auch aus dem Umstand, dass die Äbtissin vom Rupertsberg hier im Jahre 1170 eine öffentliche Mahnpredigt hielt. In einem in der Briefsammlung Hildegards überlieferten Schreiben bat darauf hin ein Kirchheimer Kleriker um die schriftliche Fassung der offenbar Aufsehen erregenden Predigt, die ebenfalls erhalten ist.