Land der Hildegard - Hildegard von Bingen

Klosterruine Disibodenberg

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Trier

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Vor mehr als 2000 Jahren gegründet, gilt Trier als älteste Stadt Deutschlands. Viele Bauwerke, wie die Porta Nigra, die Konstantinbasilika, die Thermen, der Dom oder die Liebfrauenkirche, zeugen von der bedeutenden Geschichte Triers, das heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Die Metropole an der Mosel spielte auch im Leben Hildegards von Bingen eine große Rolle: Hier wurde sie in ihrer Rolle als Prophetin auf einer Synode durch Papst Eugen III. (1145-1153) bestätigt. Auch in der Folgezeit unterhielt sie regen Kontakt zu den Erzbischöfen, Stiften und Klöstern der Stadt. Mit Erzbischof Arnold I. (1169-1183) war Hildegard nach dessen eigenen Angaben sogar verwandt; vermutlich war sie seine Tante. Um 1160 besuchte Hildegard Trier im Rahmen ihrer Predigtreisen und schickte die an den Pfingsttagen gehaltene Ansprache auf Anfrage des Propstes der Domkirche an den Trierer Klerus. Besonders eng sind ihre Beziehungen zu dem Kloster St. Eucharius/St. Matthias, wo ihre Schriften große Beachtung fanden. Abt Ludwig, der ab 1168 dieses Amt innehatte, scheint mit Hildegard auch freundschaftlich verbunden gewesen zu sein und unterstützte sie in den 1170er Jahren bei der Vollendung ihrer Schriften. Er war auch einer der Auftraggeber der Vita Hildegards.

Abgesehen von einigen Umbauarbeiten neuerer Zeit besteht die Basilika St. Matthias noch heute in der Form, die sie seit ihrer Weihe 1148 hat. Sie ist nicht nur Pfarr- und Mönchskirche, sondern seit der Auffindung der Reliquien des Apostels Matthias auch eine bedeutende Pilgerkirche und außerdem Grabkirche der beiden ersten Trierer Bischöfe Eucharius und Valerius. Auch der Trierer Dom existiert in seinen wesentlichen Teilen noch so, wie ihn auch Hildegard vor über 800 Jahren gesehen hat.